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Archiv - Forschungsprojekte

Übersetzungen - Risse der Verständigung

Translation„Der Übersetzungsbegriff ist zu einer zentralen Kategorie der Kulturtheorie, der Sprach- und Sozialphilosophie, der Kommunikationswissenschaften sowie der Linguistik und der Ethnologie avanciert. Insbesondere auch durch die differenzlogisch inspirierten Cultural und Subalternity Studies, der Komparatistik und Studien zur (Post-)Kolonialität ist der Begriff der „Übersetzung“ in den Rang eines Schlüsselbegriffs erhoben worden. In der Kulturforschung wird daher schon seit einigen Jahren von einem „translational turn“ gesprochen.

Das Projekt „Übersetzungen – Risse der Verständigung“ macht diesen prominenten Konzeptbegriff zum Gegenstand kulturtheoretischer und kulturwissenschaftlicher Analyse und versucht zu verstehen, warum dieser Begriff trotz der manifesten Schwierigkeiten, ihn präzise zu fassen und ihm normative Funktionen zuzusprechen, mittlerweile fast zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist. Ausgangspunkt des Projekts ist die Fragwürdigkeit des Übersetzungskonzepts in den gegenwärtigen kulturtheoretischen Diskussionen angesichts dieser Tendenz, den Übersetzungsbegriff auf kulturelle Vermittlungs- und Übertragungsprozesse allgemein zu erweitern.“

Ausführliche Projektbeschreibung

 

Radikale Demokratietheorie

Breckmann et. al.„In den letzten zwanzig Jahren hat sich der Diskurs der radikalen Demokratie als eine elaborierte linke Theorieströmung etabliert und ist mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum rezipiert worden. In verschiedener Weise wurde versucht, dieses Denken als poststrukturalistisch, post-marxistisch, dekonstruktivistisch oder anti-essentialistisch zu charakterisieren. Die Schriften von AutorInnen wie Claude Lefort, Ernesto Laclau, Chantal Mouffe, Étienne Balibar, Jacques Rancière, Jacques Derrida, Judith Butler, Giorgio Agamben, Antonio Negri, Pierre Rosanvallon und Jean-Luc Nancy können ihm zugerechnet werden. Aber auch demokratiekritische Positionen wie die von John Holloway, Alain Badiou und Slavoj Žižek berühren sich mit dem radikaldemokratischen Denken im engeren Sinne.

Das Forschungsprojekt versteht sich als streitbarer Beitrag zur Kontroverse sowohl um die historischen und konzeptuellen ‚Familienähnlichkeiten’ radikaler Demokratietheorien als auch um deren post-marxistischen und praxisphilosophischen Ambitionen. Indem es die Debatte um die Aufgabe(n) radikal demokratischen Denkens in der politischen Theoriebildung, im Feld intellektueller Verantwortung und in der sozialen Praxis aufgreift, zielt das Projekt mit den in ihm formulierten Fragen philosophisch auf das Prokrustesbett transzendentaler Unternehmungen in Geschichte und Gegenwart.“

Ausführliche Projektbeschreibung

   
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