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Grundgedanke

Das Institut für Kulturforschung Heidelberg wurde als europäisches Forschungsnetzwerk junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Heidelberg mit dem Ziel gegründet, die wissenschaftliche Zusammenarbeit sowie den intellektuellen Austausch auf internationaler Ebene und außerhalb des universitären Rahmens zu ermöglichen und zu fördern. Das Institut versteht sich als Kreuzungspunkt für fachübergreifende Debatten und anspruchsvolle intellektuelle Arbeit und Forschungen auf dem Gebiet der Kulturwissenschaften im weitesten Sinne.

WittgensteinHeidelberg war in der Vergangenheit immer wieder Brennpunkt theoretischen sowie kritischen Denkens und ist bekannt für eine bedeutende kulturwissenschaftliche Tradition. Sie verbindet sich mit Namen wie Max Weber, Georg Lukács, Wilhelm Windelband, Heinrich Rickert, Gustav Radbruch, Hans Philipp Ehrenberg, Hannah Arendt, Karl Jaspers, Dolf Sternberger, Viktor von Weizsäcker, Alexander Mitscherlich, Karl Löwith und nicht zuletzt auch Hans-Georg Gadamer. Immer wieder trafen hier lokale und internationale Wissenschaftler unterschiedlichster Fachrichtungen und Intellektuelle zusammen, um Fragen ihrer Zeit unter Einbeziehung neuer Denkansätze zu reflektieren. Mit der Entscheidung für Heidelberg als Sitz des Instituts verbindet sich das Bekenntnis zu dieser Tradition mit dem Anspruch, sie unter den veränderten Bedingungen der Gegenwart zu erneuern.

AdornoDie Arbeit des Instituts wird vom persönlichen Engagement und Interesse seiner Mitglieder getragen, die im Rahmen von Workshops, Tagungen, Vortragsreihen und Einzelvorträgen sowie Projekt- bzw. Forschungsgruppen zusammenkommen. Seit der Gründung sind der Netzwerkgedanke und die Organisation der Zusammenarbeit um selbst entwickelte Projekte entscheidend für die Arbeit des Instituts. Diese bewusst gewählte Form der Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene soll eine Diskussionskultur ermöglichen, in der die Offenheit für Unterschiede und unterschiedliche Sichtweisen und Verortungen keine abstrakte Forderung bleibt. Diese Arbeitsweise soll Debatten weiter- und zusammenführen, die im „Streit der Fakultäten“ andernfalls nicht zusammenkämen. Es gilt, unkonventionelle Denkwege zu erproben, die den in den Wissenschaften üblichen Rationalitätsstandards genüge tun, aber von den Einzelwissenschaften selbst nicht geleistet werden können.

WittgensteinIn den letzten Jahren hat sich nicht nur die „Idee der Universität“ gewandelt. Die zunehmende betriebswirtschaftliche Umsteuerung der Hochschulbildung und die Output-Orientierung des Universitätssystems haben die Rahmenbedingungen für intensive intellektuelle Auseinandersetzungen im Zeichen von Zeit- und Ressourcenknappheit ebenso eingeengt wie die „Projektifizierung“ von Forschung die kontinuierliche Arbeit an Themen tendenziell untergräbt. Mit dem anbrechenden Zeitalter „glokaler Hypervernetzung“ sind in den letzten Jahren zudem durch soziale Netzwerke und Online-Plattformen andere Formen des intellektuellen Austauschs entstanden. Das Institut für Kulturforschung Heidelberg sieht daher seine Aufgabe als Netzwerk mit Mitgliedern aller Fachrichtungen aus dem In- und Ausland darin, mit seinen wissenschaftlichen Aktivitäten zu einem pluralistischen, toleranten und lebhaften Diskussionsklima in der sogenannten „Onlife-Kultur“ beizutragen. Vor diesem Hintergrund versteht sich das Institut nicht zuletzt auch als sozialer Raum, wo Akademikerinnen und Akademiker unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlichem institutionellem Hintergrund oder Anbindung kollegial und frei von Konkurrenzverhältnissen zusammenarbeiten und sich austauschen können.

Die Projekte des Instituts werden von interessierten Mitgliedern in eigener Initiative entwickelt und über einen längeren Zeitraum durchgeführt. Sie werden dabei vom Direktorium und einem wissenschaftlichen Beirat konzeptionell und inhaltlich unterstützt. Wir laden Sie ein, sich über die Themenschwerpunkte und Projekte auf diesen Seiten zu informieren, mitzudenken und mitzuwirken.

 

   
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