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Ulrich Arnswald / Jens Kertscher / Matthias Kroß (Hrsg.)

Wittgenstein und die Metapher

Mit Beiträgen von Thomas Macho, Dieter Mersch, Hans Julius Schneider, Hans-Peter Schütt u.a.

Oktober 2004, broschiert, 422 Seiten, € 29,80, ISBN: 3-937262-24-8


Wittgenstein und die Metapher

Im 20. Jahrhundert ist das Verhältnis von Metapher und Philosophie zu einem grundsätzlichen Problem der Selbstreflexion des Denkens geworden. Die Entlarvung der Sinnlosigkeit, Sprachwidrigkeit oder vergegenständlichenden Bildlichkeit spielt auch in Wittgensteins Philosophie eine bedeutende Rolle. Die Sinnkritik Wittgensteins hat nun aber keineswegs zum Absterben der Philosophie geführt, sondern sein eigener Sprachgebrauch ist von schillernden Metaphern durchsetzt. Daher stellt sich auch für Wittgensteins Philosophie die Frage, wo die Grenze zwischen eigentlichem und uneigentlichem Sprachgebrauch verläuft.

Trotz einer breit gefächerten analytischen Diskussion über die Semantik der Metapher gerade bei den philosophischen Klassikern des 20. Jahrhunderts ist für die Philosophie Wittgensteins bisher noch nichts Vergleichbares geleistet worden.

Die verschiedenen Beiträge dieses Bandes sollen diese Lücke schließen. Sie beleuchten die Funktion der Metapher in Wittgensteins Werk sowie hinsichtlich der Frage nach einem aus dem Werk zu extrapolierenden Beitrag Wittgensteins zu einer Semantik der Metapher.


Inhalt:

Einleitung – Wittgenstein und die Metapher zwischen positivistischer Metaphysikkritik und ursprünglicher Bildlichkeit

I. Wittgensteins Beitrag zu einer philosophischen Theorie der Metapher

Matthias Kroß
Die Selbstverständlichkeit der Metapher
Wittgensteins Entspannung eines sprachphilosophischen Problems

Hans Julius Schneider
Das Prinzip der Ausdrückbarkeit, die Grenzen des Sagbaren und die Rolle der Metapher

Dieter Mersch
Das Paradox als Katachrese

Anja Weiberg
„ Ein Bild hielt uns gefangen”
Die Kraft der Metapher

Rüdiger Zill
Der Vertrakt des Zeichners
Wittgensteins Denken im Kontext der Metapherntheorie

Jens Kertscher
Von der Metapher zur Bildmetapher
Ü berlegungen im Anschluss an Davidson und Wittgenstein

Samuel C. Wheeler III
Wittgenstein mit Davidson über Metaphern

Ulrich Arnswald
Die Metapher in den Naturwissenschaften – das unbekannte Medium für Paradigmenwechsel


II. Metaphern in Wittgensteins Denkbewegungen


Thomas Macho
„ Es schaut uns doch an“
Zur physiognomischen Metaphorik in Wittgensteins Aufzeichnungen

Walter Mesch
Die Metaphern vom Vergehen und vom Fluss der Zeit
Überlegungen im Anschluss an eine Bemerkung Wittgensteins

Regine Munz
Symbole, Wunder, Metaphern
Erklärungsformen von Sprachgenese in Wittgensteins Denkbewegungen

Hans-Peter Schütt
Die Spielmetapher in Wittgensteins Sprachspiel

Ilse Somavilla
Wittgensteins Metapher des Lichts

III. Anhang

Siglen der Werke Wittgensteins
Literaturverzeichnis
Zu den Autoren
Register

Zu den Herausgebern:

Ulrich Arnswald, Studium der Volkswirtschaftslehre, Politische Wissenschaften und Philosophie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, der University of Kent at Canterbury und an der London School of Economics and Political Science (LSE). Er war Lehrbeauftragter für Volkswirtschaftslehre in Heidelberg und Bruchsal. Gegenwärtig unterrichtet er an der TU Darmstadt im Fachbereich Philosophie. Er ist Gründungsdirektor des european institute for international affairs Heidelberg. Zahlreiche Aufsätze zu politischen und philosophischen Themen und Mitherausgeber u.a. von: Sind die Deutschen ausländerfeindlich? (2000); Der Denker als Seiltänzer – Ludwig Wittgenstein über Religion, Mystik und Ethik (2001); Gadamer’s Century – Essays in Honor of Hans-Georg Gadamer (2002); Herausforderungen der Angewandten Ethik (2002); Die Autonomie des Politischen und die Instrumentalisierung der Ethik (2002).

Jens Kertscher, Studium der Philosophie und Romanistik in Köln, Florenz, Tübingen und Heidelberg. Promotion in Heidelberg. Seit 2001 Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie der TU Darmstadt. Er ist Autor von Aufsätzen zur Sprachphilosophie und Ethik sowie Mitherausgeber der Bände: Gadamer’s Century – Essays in Honor of Hans-Georg Gadamer (2002), Herausforderungen der Angewandten Ethik (2002); Die Autonomie des Politischen und die Instrumentalisierung der Ethik, (2002) sowie Performativität und Praxis (2003).

Matthias Kroß, geboren 1953 in Osterode a.H., studierte Philosophie, Geschichte und Sozialwissenschaften in Marburg, Bremen und Berlin. Promotion mit einer Arbeit über Ludwig Wittgenstein an der Freien Universität Berlin. Seit 1996 Mitarbeiter am Einstein Forum in Potsdam. Lehrtätigkeit an der Universität Potsdam. Zahlreiche Aufsätze und Herausgeberschaften, insbesondere zur Philosophie Wittgensteins. Zuletzt sind erschienen: Über den weiten Rücken des Sprachmeers hin. Wittgensteins Neuvermessung der Philosophie, in: Neue Rundschau 113, H. 4 (2002), sowie: Von einem Marsstandpunkt aus betrachtet, in: Science & Fiction. Über Gedankenexperimente in Wissenschaft, Philosophie und Literatur, hrsg. von Thomas Macho und Annette Wunschel (2004).

   
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